Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner unseres Vereins,
wieder mal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Auch das hinter uns liegende Jahr 2025 erwies sich für die meisten von uns als sehr kurzweilig, von Terminen geprägt und teilweise sehr fordernd.
Deshalb möchte ich speziell in der etwas ruhigeren Zeit, kurz vor dem Jahreswechsel auf unser Vereinsjahr zurückblicken und hoffe damit, die ein oder andere Erinnerung an schöne Stunden zu wecken.
Bereits zu Jahresbeginn am 17. Januar stand für uns mit der Generalversammlung ein wichtiger und zukunftsweisender Punkt an. Wie schon im Vorfeld bzw. im Jahr 2024 bekannt wurde, stand unser 1. Vorsitzender Michael Geiger für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung. Deshalb wurde sich bereits Ende 2024 über die weitere Führung des Vereins Gedanken gemacht und ich entschloss mich nach kurzer Bedenkzeit mich für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung zu stellen, was letztendlich mit meiner Wahl zum 1. Vorsitzenden am 17. Januar auch bestätigt wurde. Mit Jörg Geigerhilk konnte ich ebenfalls meinen Wunschkandidaten als 2. Vorsitzenden gewinnen.
Besonders wichtig finde ich es, in einem Rückblick nicht nur die positiven, sondern auch die schwierigen Aspekte zu beleuchten und möchte nicht verschweigen, dass es im Jahr 2024 zu Unstimmigkeiten in der Vorstandschaft kam, aus denen auch der genannte Führungswechsel resultierte. Noch wichtiger dabei ist, dass sich alle Beteiligten sowohl im kleinen, als auch im erweiterten Kreis zusammensetzen konnten und die Unstimmigkeiten ausräumen bzw. lösen konnten. Ein normaler bzw. freundschaftlicher Umgang miteinander ist nach wie vor gegeben und die Weichen wurden auf Zukunft gestellt.
Am 9. Februar stand dann mit unserer Winterwanderung die erste freizeitliche Veranstaltung auf dem Plan. Gegen Mittag liefen wir bei gutem Winterwetter von Friesen aus in das Stübental und konnten hier einige schöne und gesellige Stunden in der „Waldschänke“ miteinander verbringen. Die Bewirtung im Stübental war hierbei beispielhaft und ist eine absolute Empfehlung für die Zukunft. Mit Rufbussen wurden wir dann am Abend nach Hause gebracht und einige Mitglieder der Vorstandschaft ließen es sich nicht nehmen auch noch gemeinsam bis in die Morgenstunden den Super Bowl zu verfolgen, was sichtlich seine Spuren hinterließ.
Am 27. Februar stand dann wieder unser alljährlicher Weiberfasching auf dem Plan. Dieser stellt mittlerweile ein Highlight in unserem Vereinsjahr dar und wird von vielen jungen und junggebliebenen „Weibern“ aus Nah und Fern gut angenommen. Ebenfalls konnten wir wieder mit einigen lustigen und aufwändigen Auftritten punkten und möchten uns bei allen bedanken, die sich hier im Vorfeld teilweise über viele Wochen Gedanken gemacht haben und diese auch dementsprechend einstudiert haben. Ebenfalls ergeht ein herzlicher Dank an alle Helfer die sowohl beim Aufbau als auch bei der Veranstaltung selbst tatkräftig unterstützt haben. Wir sehen den Weiberfasching nicht ausschließlich als reine Veranstaltung der Bayern-Fans sondern als Faschingsveranstaltung für das gesamte Dorf, da es noch der letzte verbliebene „Faschingstanz“ ist.
Auch am Faschingsdienstag konnten wir uns mit einem aufwendig gestalteten Wagen beteiligen. Hierbei nahmen wir die Dorfscheune und die Flößerquartiere auf die Schippe. Auch bei dieser Veranstaltung war eine wachsende Tendenz zu erkennen. Der Friesener Faschingsumzug mausert sich zwar langsam, aber stetig zu einer festen Institution.
Bereits die Woche drauf ging es dann mit dem Bus nach München zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Bereits unmittelbar nach der Ausschreibung kam eine Flut von Anfragen auf mich zu und die Tickets wurden mir förmlich aus den Händen gerissen. Leider konnten deshalb auch einige Anfragen nicht bedient werden und ich bitte um Nachsicht, da unser Kontingent begrenzt ist. Selbstverständlich wird es auch zukünftig weitere Fahrten geben. Mit der Firma SFT in Person von Sascha Fleischmann konnten wir ein bis dato für uns unbekanntes Busunternehmen für unsere Fahrt gewinnen. Diese Auswahl erwies sich als absoluter Glücksgriff, sowohl die Organisation im Vorfeld als auch die Fahrt selbst wurden souverän und absolut zuverlässig abgehalten, was uns darin bestärkt, auch zukünftig die Firma SFT als Partner zu gewinnen.
Da der FC Bayern dieses Jahr nach einem Jahr Abstinenz den Meistertitel wieder dahin holen konnte, wo er hingehört – nämlich nach München an die Säbener Straße – konnten wir am 13. Juni im Vereinslokal Desera wieder unsere Meisterfeier abhalten. Hier durften wir einige schöne Stunden mit Gyros, guter Stimmung und sommerlichem Wetter miteinander verbringen.
Am Sportfestwochenende des SV Friesen konnten wir am erstmals veranstalteten „Dorfcup“ teilnehmen und konnten eine schlagkräftige Fußballmannschaft, welche den dritten Platz erringen konnte, aufbieten. Der dritte Platz ist zwar für die erstmalige Teilnahme durchaus in Ordnung aber für die Zukunft sicherlich ausbaufähig und ein Streben nach dem ganz großen Titel muss selbstverständlich sein.
Am 27. Juli stand dann unsere Radtour zum „Moserhof“ nach Hinterstöcken an. Nach reichlicher Überlegung, entschieden wir uns dazu die Veranstaltung bereits am Vortag aufgrund der schlechten Wetterprognose abzusagen bzw. lediglich mit dem Auto anzufahren. Einige Wagemutige riskierten dennoch eine Fahrt mit dem Rad und wurden nach einigen sonnigen Stunden im Biergarten auf der Heimfahrt von einem plötzlichen Wetterumschwung mit Starkregen überrascht.
Am 26. September stand dann unsere zweite Fahrt in diesem Jahr, dieses Mal gegen Werder Bremen auf dem Programm. Auch diese Fahrt war ähnlich wie die erste wieder sehr schnell ausgebucht und wir konnten erneut die Firma SFT gewinnen. Leider kamen wir erst ca. 30 Minuten vor dem Spiel an der Allianz Arena an, da wir auf dem Hinweg von mehreren Unfällen, Baustellen und dem Berufsverkehr massiv behindert wurden. Nichtsdestotrotz möchte ich mich bei allen für ihre Geduld und ihr Verständnis bedanken.
Wie bereits 2024 beschlossen, konnten wir am 20. Dezember zum ersten Mal seit 2019 wieder eine Weihnachtsmarktfahrt durchführen, welche als Ersatz für unsere gewohnte Weihnachtsfeier dienen sollte. Ziel war der „Reiterlesmarkt“ in Rothenburg ob der Tauber. Wie wir alle feststellen konnten, sucht dieser mit seinem mittelalterlichen Ambiente seines Gleichen und wir konnten einige schöne Stunden mit dem ein oder anderen Heißgetränk miteinander verbringen. Das während der Adventswochenende ein hoher Andrang auf solchen Weihnachtsmärkten herrscht ist denke ich selbsterklärend. Auf der Heimfahrt konnten wir noch unsere weihnachtliche Tombola durchführen, bei der wir einigen hochwertige Preise verlosen konnten.
Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr wieder euren Ansprüchen gerecht werden konnten und denken, dass bei den von mir genannten Veranstaltungen „für jeden etwas dabei war“. Ebenfalls sind die ersten Veranstaltungen für 2026 bereits in Planung.
Auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, dennoch möchte ich einige vielleicht nachdenkliche Worte außerhalb des Vereinslebens verlieren. Sowohl in Europa als auch im Nahen Osten toben weiterhin Kriege, Preissteigerungen sind im Alltag spürbar, die Situation auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich weiter zu und auch die rationalen Entscheidungen von Würdenträgern in Übersee lassen wohl zu wünschen übrig. Dennoch sind die Allermeisten von uns nach wie vor gut versorgt, können ihren Lebensunterhalt finanzieren und Freizeitaktivitäten problemlos und vor allem auch frei gestalten. Dieser zur Selbstverständlichkeit gewordene Fakt sollte nicht vergessen werden und sollte mit einer gewissen Dankbarkeit betrachtet werden.
„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Ich wünsche euch im Namen der gesamten Vorstandschaft viel Gesundheit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass ihr unserem Fanclub treu bleibt.
Marcel Angermeier – 1. Vorsitzender